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KI-Adoption in der Schweiz 2025: Wo stehen KMU wirklich?

Vier Studien, ein Widerspruch. Die KI-Nutzung wächst rasant — doch die strukturelle Bereitschaft fehlt. Warum die eigentliche Chance für KMU im richtigen Einstiegspunkt liegt.

Vier Studien, ein Widerspruch. Auf der einen Seite wächst die KI-Nutzung in Schweizer Unternehmen so schnell wie kaum ein anderer Trend der letzten Jahre. Auf der anderen Seite ist die überwiegende Mehrheit der Unternehmen darauf schlicht nicht vorbereitet. Wer beide Seiten kennt, versteht, warum die eigentliche Chance für KMU nicht darin liegt, möglichst schnell «KI einzuführen» – sondern darin, den richtigen Einstiegspunkt zu finden.

Die Wachstumszahlen sind eindrücklich

Die aktuelle AXA/Sotomo-Arbeitsmarktstudie 2025 zeigt: 34 Prozent der Schweizer KMU nutzen KI bereits aktiv – ein Sprung gegenüber 22 Prozent im Vorjahr, ein Plus von 55 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Von den Unternehmen, die KI einsetzen, berichten 57 Prozent von spürbaren Effizienzgewinnen.

AXA/Sotomo KMU-Arbeitsmarktstudie 2025

Eine zweite, unabhängige Erhebung bestätigt das Bild – und geht noch weiter. Die AWS/Strand Partners-Studie 2024 kommt auf 49 Prozent der Schweizer Unternehmen, die KI bereits im operativen Betrieb einsetzen, gegenüber 30 Prozent im Jahr davor. Das geschätzte wirtschaftliche Potenzial für die Schweiz: CHF 127 Milliarden.

AWS/Strand Partners, via Netzwoche

Und im Alltag angekommen ist die Technologie ebenfalls: Laut einer HWZ/Swisscom-Erhebung 2025 setzen bereits 38 Prozent der KMU generative KI für tägliche Aufgaben ein – nicht als Pilotprojekt, sondern als Werkzeug.

HWZ/Swisscom, via schweiz.biz

Auf den ersten Blick sieht das nach einer Erfolgsgeschichte aus: Ein Drittel bis knapp die Hälfte der Schweizer Unternehmen ist im KI-Zeitalter angekommen.

Der Haken: Nutzung ist nicht dasselbe wie Bereitschaft

Hier kommt die vierte Studie ins Spiel – und sie relativiert die Euphorie deutlich. Der Cisco AI Readiness Index 2024 misst nicht, wer KI nutzt, sondern wer strukturell darauf vorbereitet ist: Infrastruktur, Datenstrategie, Governance, Skills. Das Ergebnis für die Schweiz: Nur 8 Prozent der Unternehmen gelten als «fully ready». Weitere 53 Prozent bewegen sich in den mittleren Reifegraden «Pacesetters» und «Chasers» – experimentierfreudig, aber ohne die strukturelle Basis, um KI-Nutzung sicher und skalierbar zu machen.

Cisco AI Readiness Index 2024, via ictk.ch

Zusammengenommen ergibt sich ein klares Bild: Fast jedes zweite KMU nutzt bereits irgendeine Form von KI – aber 92 Prozent verfügen nicht über die ausgereifte technische und organisatorische Basis, die man klassischerweise mit «KI-Bereitschaft» verbindet.

Das ist kein Widerspruch in den Daten. Es ist die eigentliche Geschichte: Schweizer KMU experimentieren mit ChatGPT, Copilot und ähnlichen Tools im Alltag – oft dezentral, oft ohne IT-Abteilung im Hintergrund, oft ohne klare Antwort auf die Frage, wo die eingegebenen Daten eigentlich landen.

Warum diese Lücke für KMU besonders heikel ist

Grosskonzerne können sich leisten, was der Cisco-Index misst: eigene Dateninfrastruktur, dedizierte KI-Teams, Governance-Prozesse, Monate für Evaluation und Rollout. Für ein KMU mit 10 bis 250 Mitarbeitenden – oft ohne eigene IT-Abteilung, mit begrenztem Budget und ohne Zeit für monatelange Pilotprojekte – ist genau das der limitierende Faktor.

Das führt in der Praxis zu zwei Mustern, die sich häufig überschneiden:

  • Schatten-KI ohne Kontrolle. Mitarbeitende nutzen öffentliche KI-Tools auf eigene Faust, weil das Unternehmen keine offizielle Lösung bietet – mit unklaren Konsequenzen für Datenschutz und Vertraulichkeit, besonders in regulierten Branchen.
  • Abwarten aus Vorsicht. Andere Unternehmen verzichten bewusst auf KI-Einführung, weil «richtige» KI-Projekte nach grossem Aufwand aussehen – und verpassen damit die Effizienzgewinne, die 57 Prozent der aktiven Nutzer laut AXA/Sotomo bereits realisieren.

Beide Muster haben dieselbe Ursache: Die Lücke zwischen «KI ausprobieren» und «KI-Readiness im Cisco-Sinne» wirkt für viele KMU wie ein Sprung, den sie sich nicht zutrauen – oder nicht leisten können.

Der Punkt, den die Statistiken übersehen

Die eigentliche Frage für ein KMU ist nicht: «Sind wir ‹fully ready› für KI?» Diese Frage beantworten laut Cisco ohnehin nur 8 Prozent der Schweizer Unternehmen mit Ja – und die meisten davon sind grosse, IT-starke Organisationen mit entsprechenden Ressourcen.

Die relevante Frage ist: Gibt es einen Weg, die Effizienzgewinne der 57 Prozent zu realisieren, ohne die Infrastruktur der 8 Prozent aufbauen zu müssen?

Genau für diese Lücke ist Einblick KI konzipiert. Die Plattform richtet sich explizit an die 92 Prozent, die im Cisco-Readiness-Index nicht in der Spitzengruppe stehen:

  • Keine eigene KI-Infrastruktur nötig. Kein Data Engineering, kein dediziertes KI-Team, keine monatelange Integration.
  • Einsatzbereit in rund 15 Minuten. Der Einstieg ist bewusst so gestaltet, dass er ohne IT-Abteilung funktioniert.
  • Daten bleiben in der Schweiz. Für KMU in regulierten oder sensiblen Branchen ist das nicht Kür, sondern Voraussetzung – und schliesst die Schatten-KI-Lücke, die entsteht, wenn Mitarbeitende auf eigene Faust auf ausländische Tools ausweichen.

Damit positioniert sich Einblick KI nicht als weiteres Tool für die bereits «readiness»-starken 8 Prozent, sondern als Einstiegspunkt für die stille Mehrheit: Unternehmen, die die Wachstumszahlen der AXA/Sotomo- und AWS-Studien mitnehmen wollen, ohne zuerst die strukturellen Hürden zu überwinden, die der Cisco-Index misst.

Fazit

Die Schweizer KI-Adoption wächst schneller, als die meisten KMU-Entscheider vermuten – 55 Prozent Zuwachs bei aktiver Nutzung innerhalb eines Jahres sprechen eine klare Sprache. Gleichzeitig ist die strukturelle Reife, die man braucht, um KI sicher und nachhaltig einzusetzen, bei den allermeisten Unternehmen noch nicht vorhanden.

Diese Lücke ist keine Ausrede, um zu warten. Sie ist die eigentliche Marktchance für Lösungen, die KMU direkt dort abholen, wo sie stehen – nicht dort, wo ein Readiness-Index sie gerne hätte.

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Quellen: AXA/Sotomo KMU-Arbeitsmarktstudie 2025 (axa.ch); AWS/Strand Partners 2024 (Netzwoche); HWZ/Swisscom 2025 (schweiz.biz); Cisco AI Readiness Index 2024 (ictk.ch).